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Harninkontinenz und dringender Toilettengang – Blasenprobleme im Kindesalter

Die Toilettengewohnheiten von Kleinkindern und das Erreichen der Sauberkeit beschäftigen viele Eltern. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist es normal, dass sie häufig und in kleinen Mengen urinieren. Dieser Prozess ist ein grundlegender Teil der Entwicklung des Kindes, bei dem die Unterstützung der Eltern unerlässlich ist. Das Erreichen der Sauberkeit bedeutet nicht nur eine Steigerung der Selbstständigkeit des Kindes, sondern umfasst auch die Entwicklung der Blase und der Beckenbodenmuskulatur.

Der Weg zur Sauberkeit

Das Erreichen der Sauberkeit wird in der Regel im Alter von drei Jahren erwartet, wenn die Tagsüberkontrolle des Urinierens entwickelt wird. Danach, innerhalb weniger Monate, entwickelt sich in der Regel bis zum Alter von vier bis fünf Jahren die nächtliche Trockenheit. Auf diesem Weg können Probleme beim Urinieren auftreten, wie häufiges Harndrang oder unwillkürlicher Urinverlust, die jedoch Teil des normalen Entwicklungsprozesses sein können.

Wichtige Aspekte zu verstehen

Es ist wichtig zu verstehen, dass das Erreichen der Sauberkeit keine einfache Aufgabe ist und ein Teil der Kinder bei der Umsetzung Verzögerungen haben kann. Anhaltende Probleme im Zusammenhang mit dem Urinieren, wie z.B. Harnwegssymptome, erfordern besondere Aufmerksamkeit, da sie ernsthaftere gesundheitliche Folgen haben können.

Ursachen und Symptome von Urinierungsproblemen

Hinter Harnproblemen können zahlreiche Ursachen stehen, und bei Kindern ist es häufig, dass die Funktion der Blase und der Beckenbodenmuskulatur nicht im Einklang steht. Diese Dysfunktion kann verschiedene Symptome hervorrufen, wie z.B. unwillkürlichen Urinverlust tagsüber, den die Eltern oft erst später bemerken, wenn bereits ernstere Probleme bestehen.

Wenn bei einem Kind über vier Jahren über einen Zeitraum von drei Monaten folgende Symptome auftreten, ist es ratsam, einen Fachmann zu konsultieren: tagsüber tröpfelnder Urin, zu häufiger Harndrang oder im Gegenteil, seltenes Urinieren. Die meisten Kinder urinieren fünf bis sieben Mal am Tag; wenn sie deutlich häufiger oder seltener die Toilette aufsuchen, kann das ein Warnsignal sein.

Unter häufigem Harndrang versuchen die Kinder oft hastig, zur Toilette zu gelangen, und zeigen verschiedene Abwehrbewegungen wie Wippen oder das Überkreuzen der Beine. Diese Verhaltensweisen können auf eine verringerte Kapazität und Dehnbarkeit der Blase hinweisen, was verschiedene Beschwerden verursachen kann, wie z.B. schmerzhaftes Urinieren oder sogar Harnwegsinfektionen.

Urinierungsprobleme treten häufig zusammen mit Verstopfung auf, die ebenfalls eine Folge von Dysfunktionen der Beckenbodenmuskulatur sein kann. Zu den Anzeichen von Verstopfung gehört es, wenn das Kind weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat. Aufgrund der anatomischen Nähe sind Probleme beim Urinieren und Stuhlgang oft miteinander verbunden.

Wie können wir die Sauberkeit fördern?

Bei der Vorbereitung auf die Sauberkeit spielt die Rolle der Eltern eine herausragende Rolle. Der erste Schritt besteht darin, die Entwicklung des Kindes zu beobachten und nicht zu lange mit dem Umstieg auf die Sauberkeit zu warten. Es kann hilfreich sein, wenn die Eltern das natürliche Interesse des Kindes nutzen, um eine Routine für das Urinieren einzuführen. Zum Beispiel können sie die Kinder vor den Mahlzeiten ermutigen, die Toilette zu benutzen.

Regelmäßigkeit ist auch im Hinblick auf das Urinieren und die Flüssigkeitsaufnahme entscheidend. Es ist wichtig, die Kinder zu ermutigen, häufig in kleinen Mengen zu trinken und ihren Urin nicht zurückzuhalten. Ein bequemer Sitz auf der Toilette ist ebenfalls unerlässlich, da die richtige Körperhaltung zur Entspannung der Beckenbodenmuskulatur und zum Urinierungsprozess beiträgt.

Um Harnwegsinfektionen vorzubeugen, sollten Kinder die Toilette auf natürliche Weise nutzen und unangemessene Körperhaltungen vermeiden. Die Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen kann dazu beitragen, Infektionen und Urinierungsprobleme zu vermeiden.

Mit all diesen Überlegungen und einer bewussten Beobachtung der Urinierungsgewohnheiten der Kinder können wir das Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Probleme erheblich verringern. Es ist ratsam, diese Gewohnheiten in den Alltag der Eltern zu integrieren, um eine gesunde Entwicklung der Kinder sicherzustellen.