Endokrinologie und Stoffwechsel,  Erste Hilfe und Notfallmedizin

Ärztlicher Besuch mit Kleinkind – Nützliche Tipps für Eltern

Die Arztbesuche von Kindern sind oft von Angst und Furcht geprägt, was eine besonders schwierige Situation für die Eltern schafft. Kleinkinder können ihre Gefühle nicht immer ausdrücken, sodass die in ihnen vorhandene Angst viel stärker ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Die Umgebung der Arztpraxis sowie die Unbekanntheit der Eingriffe können diese Angst zusätzlich verstärken. Da Kinder empfindlicher sind, ist es wichtig, dass die Eltern sich auf diese Situationen vorbereiten, um das Stressniveau der Kleinen zu senken.

Die Situation bewältigen

Um die Situation zu bewältigen, ist es ratsam, bereits im Vorfeld während der Vorbereitung auf den Termin die Gefühle des Kindes zu thematisieren und ihm zu helfen, zu verstehen, was auf es zukommt. Die Rolle der Eltern ist in diesem Prozess entscheidend, da eine beruhigende Präsenz und angemessene Informationen zur Verringerung der Ängste der Kinder beitragen. Die Unterstützung der Eltern während des Arztbesuchs ist unerlässlich, da eine unbekannte Situation für Kinder enormen Stress verursachen kann.

Im Folgenden stellen wir einige nützliche Tipps vor, die Eltern helfen können, den Arztbesuch für ihr Kind so wenig belastend wie möglich zu gestalten.

Die Quellen der Angst und Bewältigungsmöglichkeiten

Die Angst der Kinder vor Arztbesuchen kann aus verschiedenen Quellen gespeist werden. Die unbekannte Umgebung, medizinische Geräte und die im Wartezimmer erlebten Situationen können zur Entstehung von Angst beitragen. Aus diesen Gründen sollten Eltern ihr Kind im Voraus auf die bevorstehenden Ereignisse vorbereiten. Es ist auch wichtig zu betonen, dass Kinder nicht immer ausdrücken können, was sie fühlen, sodass das Unterdrücken von Angst und Sorge noch größere Probleme verursachen kann.

Das Vorstellen positiver Beispiele kann helfen, Ängste zu verringern. Erzählen wir Geschichten, in denen die Figur des Arztes anderen hilft, und stärken wir damit das Gefühl des Kindes, dass Ärzte eine gute Sache unterstützen. Darüber hinaus kann die Einbeziehung spielerischer Elemente von Vorteil sein. Durch Arztspiele können Kinder Erfahrungen sammeln und erleben, dass eine medizinische Untersuchung nicht so furchtbar ist, wie sie zunächst scheint.

Außerdem sollte man niemals das Kind über medizinische Untersuchungen anlügen. Um Klarheit und Vertrauen zu schaffen, sollte besprochen werden, was während der Untersuchung geschehen wird. Bei älteren Kindern ist es sinnvoll, ausführlich zu erklären, wie die verschiedenen Untersuchungen zur Genesung beitragen und warum sie wichtig sind.

Praktische Tipps während der Untersuchungen

Vor dem Arztbesuch ist es wichtig, dass die Eltern sich so gründlich wie möglich auf die Situation vorbereiten. Wenn möglich, sollte ein Termin vereinbart werden, damit die Wartezeit so kurz wie möglich ist. Die Zeit im Wartezimmer sollten die Eltern sinnvoll nutzen, indem sie die Aufmerksamkeit des Kindes ablenken. Mit Spielen, Geschichtenerzählen oder sogar Zeichnen können sie die Aufmerksamkeit des Kindes fesseln und so den Stress verringern.

Die Anwesenheit der Eltern während der Untersuchung ist von großer Bedeutung. Wenn möglich, sollten die Eltern das Kind auf den Arm nehmen oder ihre Hand in der Nähe halten. Berührung und Nähe haben eine beruhigende Wirkung auf Kinder und helfen ihnen, schwierige Momente leichter zu überstehen. Während der Untersuchung sollten die Eltern die Reaktionen des Kindes beobachten und gegebenenfalls mit ihrer eigenen beruhigenden Präsenz dem Kleinen helfen.

Am Ende der Untersuchung sollten die Eltern das Kind für seinen Mut loben, unabhängig davon, wie gut es die Situation gemeistert hat. Bestärkende Worte können dazu beitragen, dass das Kind den Arztbesuch als positive Erfahrung wahrnimmt. Wenn das Kind Fragen hat, sollten wir ehrlich antworten und es unterstützen, damit es versteht, warum diese Untersuchungen wichtig sind.

Wie wir unser Kind bei zukünftigen Arztbesuchen unterstützen können

Damit das Kind auch in Zukunft Arztbesuche leichter bewältigen kann, müssen die Eltern es kontinuierlich unterstützen. Es ist wichtig zu betonen, dass Angst und Sorge normale Reaktionen sind und die Kinder lernen müssen, ihre Emotionen zu bewältigen. Wir sollten im Hinterkopf behalten, dass nicht jeder stressige Situationen gleich bewältigen kann und die emotionalen Reaktionen von Kindern von denen der Erwachsenen abweichen können.

Die akzeptierende und unterstützende Haltung der Eltern kann dazu beitragen, dass Kinder sich in schwierigen Momenten nicht allein fühlen. Ermutigen wir sie, über ihre Gefühle zu sprechen, und lassen wir sie nicht das Gefühl haben, ihre Ängste verbergen zu müssen. Offene Kommunikation kann helfen, dass Kinder besser verstehen, was mit ihnen passiert und dass die Eltern immer an ihrer Seite stehen.

Die Erfahrungen, die während medizinischer Untersuchungen gemacht werden, sollten kontinuierlich verarbeitet werden, damit die Kinder kein Trauma aus der Situation entwickeln. Der Arztbesuch kann ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Kindes sein, bei dem es lernt, dass Ärzte ihm helfen wollen und dass das Ziel der Untersuchungen die Förderung der Genesung ist. Wenn die Eltern ihr Kind angemessen unterstützen, kann das dazu beitragen, dass zukünftige Arztbesuche viel leichter bewältigt werden.