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Asthma-Behandlungsverfahren

Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, die weltweit viele Menschen betrifft. Aufgrund der Entzündung und Verengung der Atemwege haben die Patienten Atembeschwerden, aber dank der Fortschritte in der modernen Medizin haben sich die Behandlungsmöglichkeiten erheblich erweitert. Heute stehen zahlreiche wirksame Medikamente zur Verfügung, die helfen können, die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Für Asthmatiker ist die Auswahl der richtigen Behandlung unerlässlich, da je nach Schweregrad der Erkrankung und dem Alter des Patienten unterschiedliche Ansätze erforderlich sind. Es ist wichtig, dass die Patienten sich in ihrem Alltag nicht eingeschränkt fühlen, denn mit der richtigen Behandlung kann die Mehrheit von ihnen ein erfülltes Leben führen. Der Fortschritt ist nicht nur im Bereich der Medikamente, sondern auch im Verständnis der Erkrankung und in der Aufklärung der Patienten zu beobachten.

Behandlungsmöglichkeiten bei Asthma

Die moderne Asthmabehandlung umfasst ein breites Spektrum an Medikamenten, die auf unterschiedliche Weise auf die Erkrankung wirken. Für Asthmatiker ist es am wichtigsten, eine langfristige Symptomfreiheit zu erreichen, die durch die richtige Kombination von Medikamenten erzielt werden kann. Ärzte klassifizieren die Behandlungen in der Regel in drei Gruppen: Erhaltungs-, Notfall- und Antiallergika.

Die Erhaltungsbehandlung zielt darauf ab, chronische Symptome zu reduzieren und Anfälle zu verhindern. Dazu ist die regelmäßige Einnahme von Medikamenten erforderlich. Notfallmedikamente bieten eine schnelle Lösung für Atembeschwerden und sorgen während eines asthmatischen Anfalls für sofortige Erleichterung. Bei allergisch bedingtem Asthma helfen spezielle Medikamente, die Wirkung von Allergenen auf den Körper zu verringern.

Zu den Erhaltungsbehandlungen gehören inhalative Kortikosteroide, die durch ihre entzündungshemmende Wirkung die Entzündung der Atemwege reduzieren. Diese Medikamente, wie Fluticason und Budesonid, bieten eine langfristige Lösung und helfen auch, die Anzahl der Anfälle zu reduzieren. Langwirksame Beta-2-Rezeptor-Agonisten können in Kombination mit Kortikosteroiden angewendet werden, da sie die Atemwege erweitern.

Medikamente zur Erhaltungsbehandlung

Im Rahmen der Erhaltungsbehandlung verwenden die Patienten in der Regel inhalative Kortikosteroide, die die am weitesten verbreiteten und effektivsten Medikamente zur Behandlung von Asthma sind. Diese Medikamente wirken direkt auf die Entzündung der Atemwege, wodurch die Schwellung der Bronchien und die Schleimproduktion verringert werden. Studien zeigen, dass die langfristige Anwendung von Kortikosteroiden keine signifikanten Nebenwirkungen mit sich bringt und sicher über längere Zeiträume verwendet werden kann.

Langwirksame Beta-2-Agonisten wie Salmeterol und Formoterol spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Erhaltungsbehandlung. Diese Medikamente helfen, die Bronchien zu erweitern und dienen insbesondere der Prävention nächtlicher Anfälle. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Medikamente allein nicht ausreichen, um Asthma zu behandeln, weshalb sie immer mit Kortikosteroiden kombiniert werden müssen.

Leukotrienantagonisten wie Montelukast können ebenfalls wirksam bei der Reduzierung von Entzündungen sein und werden insbesondere zur Behandlung von durch körperliche Belastung ausgelöstem Asthma eingesetzt. Diese Medikamente sind in Tablettenform erhältlich und können bereits bei Kleinkindern angewendet werden.

Notfallmedikamente

Notfallmedikamente spielen eine Schlüsselrolle bei der schnellen Linderung von asthmatischen Anfällen. Diese Medikamente, wie kurz wirksame Beta-2-Agonisten, wirken innerhalb von Minuten und bieten den Patienten sofortige Erleichterung. Salbutamol ist beispielsweise sehr beliebt in der Asthmabehandlung, da es Atembeschwerden schnell beseitigt.

Diese Medikamente sollten nicht regelmäßig verwendet werden, da es ratsam ist, die Erhaltungsbehandlung zu überdenken, wenn jemand sie häufiger als zweimal pro Woche benötigt. Bei gut eingestellter Erhaltungsbehandlung kann die Anwendung von Notfallmedikamenten in der Regel auf ein Minimum reduziert werden. Die Behandlung akuter asthmatischer Anfälle erfordert ärztliche Aufsicht, da diese Zustände lebensbedrohlich sein können.

Neben kurz wirksamen Bronchodilatatoren sind auch Kombinationspräparate wie Ipratropium-Fenoterol verfügbar, die die Symptome schnell lindern. Oral oder intravenös verabreichte Kortikosteroide werden zur Behandlung schwererer Anfälle eingesetzt, obwohl ihre langfristige Anwendung erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen kann.

Behandlung entsprechend der Schwere des Asthmas

Die Wirksamkeit der Asthmabehandlung hängt stark von der Schwere der Erkrankung ab. Laut den neuesten Richtlinien ist eine flexible Behandlung basierend auf den Symptomen der geeignetste Ansatz. Bei der leichtesten Form von Asthma kann es ausreichend sein, kurz wirksame Bronchodilatatoren nach Bedarf zu verwenden, jedoch empfehlen die aktuellsten Richtlinien, bereits bei den geringsten Symptomen inhalative Kortikosteroide einzusetzen.

In der zweiten Stufe sollten die Patienten eine regelmäßige entzündungshemmende Therapie erhalten, die eine Kombination aus Kortikosteroiden und bei Bedarf eingesetzten kurz wirksamen Bronchodilatatoren umfasst. Wenn die Symptome nicht adäquat behandelt werden können, muss die Dosis der Kortikosteroide erhöht werden, und wenn das nicht ausreicht, sollte ein langwirksamer Bronchodilatator eingeführt werden.

Bei schwerem Asthma, wenn der Patient mehrmals jährlich auf Steroide angewiesen ist, stehen innovative Therapien wie Anti-IgE- oder Antieosinophil-Behandlungen zur Verfügung. Diese modernen Therapien können eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bringen und auch den schwersten Asthmatikern helfen.

Behandlung von allergisch bedingtem Asthma

Da die Mehrheit der asthmatischen Patienten allergisch ist, ist es entscheidend, die Konzentration von Allergenen in ihrer Umgebung zu verringern. IgE-gerichtete monoklonale Antikörper wie Omalizumab können bei schwerem allergischem Asthma nützlich sein, insbesondere wenn die kombinierte Therapie nicht ausreicht. Diese Antikörper wirken auf die Reaktivität des Immunsystems und reduzieren so Entzündungen und Atembeschwerden.

Die neuesten biologischen Therapien wie Mepolizumab und Benralizumab sind ebenfalls gut einsetzbar bei der Behandlung schwerer eosinophiler Asthma, da sie die Anzahl der Zellen verringern, die die asthmatische Entzündung verursachen. Die Verfügbarkeit solcher Behandlungen stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Asthmabehandlung dar und kann die Lebensqualität der Patienten erheblich verbessern.

Für die Behandlung der Erkrankung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt sowie eine kontinuierliche Aufklärung des Patienten unerlässlich. Die Patienten müssen sich ihres Zustands bewusst sein und erkennen, wann sie ein Notfallmedikament benötigen. Bei der richtigen Anwendung des Inhalators kann der Asthma-Coach eine wertvolle Unterstützung bieten, um eine effektive Behandlung und Kontrolle der Symptome sicherzustellen. Die Behandlung von Asthma ist somit das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Patienten, Ärzten und Pflegekräften, die die beste Lebensqualität für die Patienten anstreben.