CTG und NST zur Überwachung des fetalen Zustands im Mutterleib
Die Schwangerschaft ist eine wunderbare, aber manchmal besorgniserregende Zeit, in der Schwangere und ihre Familien mit zahlreichen Fragen konfrontiert werden. Medizinische Untersuchungen, insbesondere Methoden zur Überwachung des fetalen Zustands, spielen in dieser Zeit eine entscheidende Rolle. Eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden ist die Kardiotokographie (CTG) und der Non-Stress-Test (NST), mit denen die Herzfrequenz des Fötus und die Aktivität der Gebärmutter überwacht werden können. Diese Methoden sind schmerzfrei, sicher und können bei Bedarf während der Schwangerschaft mehrfach durchgeführt werden.
Obwohl CTG- und NST-Untersuchungen bereits in der frühen Schwangerschaft angewendet werden können, ist die Auswertung der Informationen am besten in der späteren Phase der Schwangerschaft möglich. Es ist wichtig, dass Schwangere über diese Untersuchungen und deren Bedeutung informiert sind, da sie nicht nur die Gesundheit des Babys, sondern auch die der Mutter schützen.
Was ist die CTG- und NST-Untersuchung?
Die CTG, oder Kardiotokographie, ist ein Gerät, das die kontinuierliche Überwachung der fetalen Herzfrequenz und der Aktivität der Gebärmuttermuskulatur ermöglicht. Während der Untersuchung zeichnet das Gerät zwei verschiedene Kurven auf: eine zeigt die Herzfrequenz des Fötus, während die andere die Aktivität der Gebärmutter darstellt. Anhand dieser Informationen sind die Ärzte in der Lage, den Zustand des Fötus und seine Sauerstoffversorgung zu bewerten. Ein charakteristisches Merkmal der CTG-Untersuchung ist, dass sie auch die Kontraktionen der Gebärmutter und die Bewegungen des Fötus berücksichtigt, wodurch ein umfassendes Bild des Verlaufs der Schwangerschaft entsteht.
Der NST hingegen funktioniert ähnlich, konzentriert sich jedoch nur auf die Herzfrequenz des Fötus. Hierbei wird nur ein Sensor auf den Bauch der Schwangeren gelegt, der es dem Arzt ermöglicht, den Zustand des Fötus auch während der Geburt zu überwachen. Beide Untersuchungen sind schmerzfrei und äußerst nützlich während der Schwangerschaft, insbesondere wenn Risiken wie Frühgeburt oder fetale Gefährdung bestehen.
Wie verläuft der Untersuchungsprozess?
Die NST- und CTG-Untersuchungen sind völlig sicher und schmerzfrei. Diese Untersuchungen können von Schwangeren bereits ab der 24. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, werden jedoch insbesondere ab der 36. Woche empfohlen, wenn sie routinemäßig im Rahmen der Schwangerenvorsorge eingesetzt werden. Bei einer beschwerdefreien Schwangerschaft reicht es aus, den NST einmal pro Woche durchzuführen, während bei Überschreitung des Termins eine Untersuchung alle 1-2 Tage empfohlen wird.
Während der Untersuchung sitzt die Schwangere in aufrechter oder liegender Position, und mithilfe von auf ihrem Bauch befestigten Sensoren wird der Zustand des Fötus 20-40 Minuten lang überwacht. Die von den Sensoren erfassten Daten werden auf einem Papierstreifen aufgezeichnet, auf dem die Veränderungen der Herzfrequenz und der Aktivität der Gebärmutter sichtbar sind. Während des NST verwendet die Schwangere normalerweise einen Sensor, während bei der CTG zwei platziert werden, sodass auch die Aktivität der Gebärmutter berücksichtigt wird.
Was lässt sich aus den Untersuchungsergebnissen ablesen?
Die während der CTG- und NST-Untersuchungen angezeigten Kurven sind äußerst informativ, da die Herzfrequenz des Fötus in vielen Fällen seinen Zustand widerspiegelt. Die Ärzte bewerten die Basislinienfrequenz der Kurve, ihre Oszillation, Beschleunigungen und Verzögerungen, um ein Bild von der Gesundheit des Fötus zu erhalten. Unter normalen Umständen liegt die Herzfrequenz des Fötus zwischen 120 und 160 Schlägen pro Minute.
Wenn die Herzfrequenz dauerhaft ansteigt, kann dies auf Tachykardie hindeuten, während ein Rückgang unter 120 Schläge pro Minute als Bradykardie gilt, was ein Zeichen für Sauerstoffmangel sein kann. Während der Bewegungen des Fötus steigt die Herzfrequenz vorübergehend, und während der Untersuchung sind mindestens 2-5 solcher Beschleunigungen erforderlich, damit die Kurve reaktiv ist. Wenn die Kurve keine angemessene Aktivität zeigt, kann dies auf Sauerstoffmangel hinweisen, und es können weitere Untersuchungen erforderlich sein.
Bei der Analyse der Kurven ist die Variabilität der fetalen Herzschläge, also die Oszillation, ebenfalls ein wichtiger Faktor. Bei einem gesunden Fötus ist die Variabilität hoch, während sie bei Sauerstoffmangel sinken kann, was auf einen ernsten Zustand hinweisen kann. Die Ärzte berücksichtigen diese Informationen, um über weitere Maßnahmen zu entscheiden, um die Gesundheit des Fötus und der Mutter sicherzustellen.
Belastungs-CTG und alternative Methoden
Die Belastungs-CTG-Untersuchung wird seltener angewendet, kann jedoch notwendig werden, wenn die Kurve nicht reaktiv ist und die Variabilität gesenkt ist. In diesem Fall führt die Schwangere leichte, nicht anstrengende Übungen durch, wie Treppensteigen oder Radfahren auf einem Heimtrainer, um den Fötus zu aktivieren. Nach der Untersuchung wird die Herzfrequenz erneut analysiert, um zu sehen, ob es Änderungen gibt.
Wenn auch nach der Belastung keine Verbesserung eintritt, können weitere Untersuchungen erforderlich sein, wie z.B. eine Flussuntersuchung, die dazu beiträgt, die Sauerstoffversorgung des Fötus zu klären. Außerdem ist eine medikamentöse Belastung, wie die Anwendung von Oxytocin, möglich, das die Kontraktionen der Gebärmutter fördert und bei der Beurteilung des Zustands des Fötus hilfreich sein kann.
Screeninguntersuchungen in der Schwangerenvorsorge
Das Ziel der Schwangerenvorsorge ist die kontinuierliche Überwachung der gesundheitlichen Verfassung von Fötus und Mutter. In Ungarn arbeiten Geburtshelfer, Hausärzte und Hebammen zusammen, um sich um die Schwangeren zu kümmern. Zu den grundlegenden Untersuchungen gehören Ultraschalluntersuchungen, Laboruntersuchungen, genetische Screenings und gynäkologische Kontrollen.
Obwohl die obligatorischen Screeninguntersuchungen wichtig sind, können in bestimmten Fällen, wie z.B. dem Alter der Schwangeren oder der Feststellung von Abweichungen, spezielle Untersuchungen angebracht sein. Diese Untersuchungen helfen den Schwangeren, sich sicher zu fühlen und sicherzustellen, dass während der Schwangerschaft alles in Ordnung ist. Regelmäßige medizinische Kontrollen und die Durchführung der entsprechenden Untersuchungen sind daher unerlässlich für einen gesunden Verlauf der Schwangerschaft.