Verborgene Risiken in der Nähe von Schwimmbecken
Das Wasser bietet in den Sommermonaten nicht nur Erfrischung, sondern schafft leider auch ein günstiges Umfeld für verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze. Bei Besuchen von Schwimmbädern, Seen oder Stränden können sich diese Erreger leicht vermehren, wenn wir nicht auf die Hygiene achten, und sie können verschiedene Krankheiten bei den Badegästen verursachen.
Gesundheitsschutz am Wasser
Die Erhaltung der Gesundheit unseres Körpers ist besonders wichtig, wenn wir uns am Wasser aufhalten. Infektionen, die beim Baden oder Schwimmen auftreten können, wie Fußpilz, Vaginalpilz, Bindehautentzündung, äußere Gehörgangentzündung sowie Viruswarzen, können ernsthafte Probleme verursachen. Prävention, die Einhaltung geeigneter Hygienemaßnahmen und die rechtzeitige Behandlung von Symptomen sind unerlässlich, um die Badegäste zu schützen.
Fußpilz und seine Behandlung
Fußpilz, eine häufige Erkrankung, tritt nicht nur zwischen den Zehen auf, sondern kann auch an anderen Körperstellen erscheinen, wie auf der behaarten Kopfhaut oder in großen Hautfalten wie der Achselhöhle und der Leiste. In der Anfangsphase der Pilzinfektion sind die Symptome kaum wahrnehmbar, können jedoch später von Juckreiz, Entzündung und Schmerzen begleitet werden. Die betroffene Hautfläche kann ein vielfältiges Erscheinungsbild zeigen: Schuppung, Feuchtigkeit, Rötung und Blasenbildung können auftreten. Wenn die Infektion nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie sich auf den Fußrücken, die Fußsohle oder sogar die Nägel ausbreiten.
Bei der Behandlung von Fußpilz ist es wichtig, nicht nur die unangenehmen Symptome zu beseitigen, sondern auch den Pilz vollständig zu vernichten. Neben der Anwendung von Antimykotika ist die Pflege der Hautoberfläche entscheidend. Während der Behandlung ist Geduld erforderlich, denn obwohl die Symptome nach einigen Tagen besser werden können, muss die Behandlung zur vollständigen Ausrottung des Pilzes noch zwei Wochen fortgesetzt werden.
Vaginalpilzinfektionen
Eine Vaginalpilzinfektion kann besonders störend sein, da Juckreiz, Brennen und geruchloser Ausfluss sehr unangenehme Symptome verursachen können. Die Infektion tritt häufig zusammen mit einer Harnröhrenentzündung auf, die ebenfalls zu Problemen beim Wasserlassen führen kann. Die Behandlung von Vaginalpilz erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus oralen Medikamenten und lokalen Präparaten, und es ist wichtig, die Behandlung auch nach Abklingen der Symptome fortzusetzen, um eine vollständige Heilung zu gewährleisten.
Bakterielle Infektionen rund um Schwimmbäder
Das Wasser in Schwimmbädern wird oft zur Brutstätte für Bakterien, insbesondere im Sommer, wenn die Beliebtheit von Stränden steigt. Die als „Schwimmbadkrankheit“ bekannte äußere Gehörgangentzündung entsteht häufig durch die Erreger, die in Schwimmbädern vorkommen. Typische Symptome einer solchen Infektion sind Juckreiz, Schmerzen im äußeren Gehörgang und gelegentlich übelriechender Ausfluss. Wenn der Ausfluss den Gehörgang füllt, kann auch ein Hörverlust auftreten. Der entzündete Gehörgang ist rot und geschwollen, was Schmerzen verursacht.
Um vorzubeugen, sollte man das Barfußlaufen in der Nähe von Schwimmbädern vermeiden und sich nach dem Baden immer duschen. Um das Wasser im Schwimmbad sauber zu halten, sollten Desinfektionsmittel verwendet und das Wasser regelmäßig gewechselt werden. Die Behandlung einer äußeren Gehörgangentzündung erfolgt in der Regel mit lokalen Antibiotika-haltigen Ohrentropfen und Salben. Nach der Heilung ist es besonders wichtig, ein Aufweichen des Gehörgangs zu verhindern, um eine erneute Ansiedlung von Bakterien zu vermeiden.
Virenwarzen und ihre Behandlung
Ein weiteres Problem, das man beim Baden leicht einsammeln kann, sind das Auftreten von Viruswarzen, die zur HPV-Virusfamilie gehören. Die Entstehung der Erkrankung wird durch Hautverletzungen und Aufweichen begünstigt, weshalb sie am häufigsten an der Fußsohle auftritt. Die Warzen sind typischerweise 1-5 mm im Durchmesser, erhaben, fest im Griff und schmerzlos, können jedoch auch an anderen Körperstellen wie dem Handrücken oder im Gesicht auftreten.
Die Behandlung von Viruswarzen ist Aufgabe eines Dermatologen, da die in Drogerien erhältlichen Präparate in der Regel nur vorübergehende Linderung bringen. Für eine angemessene Behandlung ist es wichtig, einen Fachmann zu konsultieren, der eine dauerhafte Lösung anbieten kann.
Wie man sich gegen Wasserinfektionen schützt
Obwohl offene Wasserstrände manchmal weniger hygienisch erscheinen, können sich die Erreger rund um Schwimmbäder viel leichter verbreiten. Stillstehendes, warmes Wasser begünstigt besonders das Wachstum von Bakterien, weshalb es für Strandbesucher besonders wichtig ist, die Hygieneregeln einzuhalten.
Zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen gehört das Vermeiden von Barfußlaufen in der Nähe des Schwimmbeckens, der schnelle Wechsel von Badebekleidung und das Duschen nach dem Baden. Halten Sie das Wasser im Schwimmbad sauber und verwenden Sie geeignete Desinfektionsmittel. Wenn wir diese grundlegenden Regeln befolgen und auf die Gesundheit von uns selbst und unserer Familie achten, können wir unseren Sommerurlaub und unsere Freizeit ohne Sorgen genießen.