Autoimmun- und seltene Krankheiten,  Erkrankungen des Bewegungsapparates

Zwei verbreitete Auslöser für Gelenkschmerzen

Die Rheuma umfasst ein breites Spektrum an Erkrankungen, zu denen entzündliche und degenerative Veränderungen gehören. Diese Störungen können erhebliche Gelenkschmerzen verursachen, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sind, wie beispielsweise die Entzündung der rheumatoiden Arthritis oder den Gelenkverschleiß, der als Arthrose bezeichnet wird. Rheumatische Erkrankungen beeinflussen das Leben vieler Menschen, und um sie zu verstehen, ist es wichtig, sich gründlich mit dem Aufbau und der Funktionsweise der Gelenke vertraut zu machen.

Der Aufbau und die Funktionsweise der Gelenke

Um die Funktionsweise der Gelenke zu verstehen, ist es unerlässlich, deren Aufbau zu kennen. Die Gelenkenden der Knochen sind mit Knorpelgewebe bedeckt, einem flexiblen Material, das aus Kollagen und Wasser besteht. Die Rolle des Knorpels besteht darin, die Gelenke zu schützen und die Reibung während der Bewegung zu verringern. Um die Gelenke herum befindet sich eine Gelenkkapsel, die mit einer Gelenkinnenhaut ausgekleidet ist. Diese Membran produziert die Gelenkflüssigkeit, die den Knorpel ernährt und hilft, die Reibung während der Bewegung der Gelenke zu reduzieren.

Bänder spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die Stabilität der Gelenke, da sie verhindern, dass sich die Knochen aus ihrer Position bewegen. Die Bewegung der Gelenke wird auch von den umgebenden Muskeln beeinflusst, die durch ihre Kontraktionen die Ausführung verschiedener Bewegungsformen unterstützen. Die Gesundheit der Gelenke betrifft also nicht nur den Knorpel und die Bänder, sondern auch die Muskeln, weshalb ein gesunder Lebensstil und regelmäßige Bewegung eine Schlüsselrolle bei der Vorbeugung von Gelenkproblemen spielen.

Die Symptome und Behandlung der rheumatoiden Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, die chronische Entzündungen in den Gelenken verursacht. Diese Entzündung betrifft am häufigsten die Gelenke der kleinen Finger und Zehen und tritt typischerweise symmetrisch auf, das heißt, auf beiden Seiten des Körpers gleichzeitig. Infolge der Entzündung können Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Gelenksteifheit auftreten. Die Symptome sind in der Regel morgens am intensivsten und nehmen im Laufe des Tages allmählich ab.

Mit dem Fortschreiten der Krankheit vergrößern sich die entzündeten Gelenke sichtbar, und das umliegende Gewebe kann ebenfalls geschädigt werden, was zu Deformationen führen kann. Häufig berichten die Patienten auch über Müdigkeit und Gewichtsverlust, in schweren Fällen kann auch Fieber auftreten. Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis erfordert eine gründliche medizinische Untersuchung, einschließlich körperlicher Untersuchungen, Labortests und bildgebenden Verfahren.

Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis erfordert einen multidisziplinären Ansatz, der medikamentöse Therapie, Physiotherapie und Änderungen des Lebensstils umfasst. Ziel ist es, die Entzündung zu reduzieren, die Schmerzen zu lindern und die Funktion zu erhalten, damit die Patienten ein möglichst erfülltes Leben führen können.

Die Arthrose und ihre Symptome

Die Arthrose, also der Gelenkverschleiß, ist eine degenerative Erkrankung, die zu einer schrittweisen Abnutzung des Knorpels führt. Der Schmerz ist das erste Anzeichen dieser Erkrankung und tritt am häufigsten in größeren tragenden Gelenken auf, wie zum Beispiel im Knie, in der Hüfte und in den Gelenken der Wirbelsäule. Zunächst ist der Schmerz nur bei intensiveren Bewegungen spürbar, etwa beim Sport oder bei längerem Stehen.

Bei Arthrose ist eine morgendliche Steifheit charakteristisch, die in der Regel nach etwa einer halben Stunde verschwindet. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kann der Schmerz allmählich konstant werden und es kann zu Bewegungseinschränkungen kommen. Die Patienten erleben häufig, dass die Gelenke anschwellen und die betroffenen Bereiche empfindlicher werden.

Die Behandlung der Arthrose erfolgt in der Regel mit konservativen Methoden, wie Schmerzmitteln, entzündungshemmenden Medikamenten und Physiotherapie. Es ist auch wichtig, Bewegung und ein angemessenes Körpergewicht aufrechtzuerhalten, da diese helfen können, die Symptome zu lindern und die Funktionsfähigkeit der Gelenke zu verbessern. In fortgeschrittenen Stadien der Krankheit kann möglicherweise ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein, um die Funktionalität des Gelenks wiederherzustellen und die Schmerzen zu reduzieren.